Zuletzt aktualisiert: 08. Oktober 2026
Rentenlücken-Rechner 2026
Finde heraus, wie viel Geld dir im Ruhestand jeden Monat fehlt – und welche Sparrate diese Rentenlücke schließt. Kostenlos, mit offener Rechnung.
Basierend auf 2 Quellen
Mit dem Rentenlücken-Rechner findest du in zwei Minuten heraus, wie groß deine persönliche Versorgungslücke im Ruhestand ist. Du trägst dein Wunscheinkommen, deine erwartete gesetzliche Rente aus der Renteninformation und deine übrige Vorsorge ein – der Rechner zeigt dir die Lücke in heutiger Kaufkraft, rechnet sie mit Inflation bis zu deinem Rentenbeginn hoch und sagt dir, welche monatliche Sparrate sie schließt. Jede Annahme stellst du selbst ein. Kostenlos und ohne Anmeldung.
So verwendest du diesen Rechner
Gib zunächst deine Werte in die Felder Dein aktuelles Alter, Geplantes Renteneintrittsalter, Gewünschtes monatliches Einkommen im Ruhestand (heutige Kaufkraft), Erwartete gesetzliche Rente pro Monat (laut Renteninformation), Sonstige monatliche Vorsorge (Betriebsrente, private Rente, Miete), Bereits angespartes Altersvorsorge-Vermögen, Angenommene Inflation pro Jahr, Angenommene Rendite beim Sparen pro Jahr, Geplante Rentenbezugsdauer ein. Prüfe Einheiten und Zahlenformat im deutschen Stil. Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert und kann zusätzlich über die Schaltfläche berechnet werden. Nutze die Ausgabe als Orientierung und vergleiche sie bei Bedarf mit weiteren Quellen.
So funktioniert der Rentenlücken-Rechner
Du brauchst neun Angaben. Die wichtigste davon steht in einem Brief, den du vermutlich schon zu Hause hast:
- Dein aktuelles Alter und dein Geplantes Renteneintrittsalter: Daraus ergibt sich, wie viele Jahre du noch zum Sparen hast. Diese Zeit ist der stärkste Hebel der ganzen Rechnung.
- Gewünschtes monatliches Einkommen im Ruhestand (heutige Kaufkraft): Was willst du im Alter jeden Monat zur Verfügung haben – so gerechnet, wie sich Geld heute anfühlt? Als Startwert helfen 70 bis 80 Prozent deines letzten Nettos.
- Erwartete gesetzliche Rente pro Monat (laut Renteninformation): Die Deutsche Rentenversicherung schickt dir ab 27 jedes Jahr eine Renteninformation. Nimm dort die Hochrechnung für den Fall, dass du weiter verdienst wie bisher.
- Sonstige monatliche Vorsorge (Betriebsrente, private Rente, Miete): Alles Verlässliche, das im Ruhestand dazukommt.
- Bereits angespartes Altersvorsorge-Vermögen: Depot, Tagesgeld oder Sparguthaben, das bis zur Rente liegen bleiben kann. Dein Notgroschen gehört nicht hierher.
- Angenommene Inflation pro Jahr (voreingestellt 2 Prozent) und Angenommene Rendite beim Sparen pro Jahr (voreingestellt 4 Prozent).
- Geplante Rentenbezugsdauer: Wie viele Jahre soll dein Kapital die Lücke decken? Wer mit 67 startet und bis 92 plant, stellt 25 ein.
Deine Ergebnisse im Überblick:
- Jahre bis zu deinem Rentenbeginn und Deine bisher gesicherten Einkünfte im Ruhestand
- Deine Rentenlücke pro Monat (heutige Kaufkraft) – die Kernzahl, dazu Deine Rentenlücke pro Jahr und der Anteil der Lücke an deinem Wunscheinkommen
- Dieselbe Lücke bei Rentenbeginn (mit Inflation hochgerechnet): derselbe Bedarf, nur in den Preisen deines Startjahres
- Kapital, das du bei Rentenbeginn für diese Lücke brauchst, Dein heutiges Vermögen bei Rentenbeginn (mit Rendite) und Kapital, das dir bei Rentenbeginn noch fehlt
- Sparrate pro Monat, um die Lücke zu schließen: die Zahl, mit der du ab heute planen kannst
Durchgerechnetes Beispiel
Anna ist 40, will mit 67 in Rente und möchte im Ruhestand 2.500 Euro im Monat zur Verfügung haben. Ihre Renteninformation zeigt eine Hochrechnung von 1.400 Euro, dazu kommen 200 Euro aus einer Betriebsrente. Sie hat 10.000 Euro fürs Alter zurückgelegt.
- Eingaben: aktuelles Alter = 40, Renteneintrittsalter = 67, Wunscheinkommen = 2.500 €, erwartete Rente = 1.400 €, sonstige Vorsorge = 200 €, vorhandenes Vermögen = 10.000 €, Inflation = 2 %, Rendite = 4 %, Rentenbezugsdauer = 25 Jahre
- Gesicherte Einkünfte: 1.400 + 200 = 1.600 €. Lücke heute: 2.500 − 1.600 = 900 € im Monat, also 10.800 € im Jahr und 36 Prozent ihres Wunscheinkommens
- Mit 2 Prozent Inflation über 27 Jahre wächst dieselbe Lücke auf 1.536,20 € im Monat ihres Rentenbeginns
- Um 25 Jahre lang jeden Monat 1.536,20 € zu entnehmen, braucht sie bei 4 Prozent Rendite ein Kapital von 291.036,49 € bei Rentenbeginn
- Ihre heutigen 10.000 € wachsen in 27 Jahren auf 29.393,96 €. Es fehlen also 261.642,54 €
- Ergebnis: 449,70 € Sparrate im Monat schließen Annas Lücke vollständig
Genau diese Voreinstellung lädt der Rechner oben. Ändere eine einzige Zahl – etwa das Eintrittsalter auf 65 – und du siehst sofort, wie stark Zeit auf die Rate wirkt.
Was steht eigentlich in deiner Renteninformation – und welcher Wert gehört in den Rechner?
Seit deinem 27. Geburtstag bekommst du einmal im Jahr Post von der Deutschen Rentenversicherung, sofern du mindestens fünf Beitragsjahre hast. Darin stehen drei Beträge, und für diesen Rechner zählt nur einer davon:
- Der bisher erreichte Anspruch: Was du bekämst, wenn ab heute kein Euro mehr dazukäme. Das ist deine Untergrenze, nicht deine Prognose.
- Die Hochrechnung bei gleichem Verdienst: So viel könnte es werden, wenn du bis zur Regelaltersgrenze ungefähr so weiter verdienst wie im Schnitt der letzten fünf Jahre. Dieser Wert gehört oben ins Feld für die erwartete Rente.
- Der Hinweis zur Kaufkraft: Die Rentenversicherung selbst warnt, dass ihre Beträge nicht inflationsbereinigt sind. Genau das macht dieser Rechner für dich: Er denkt dein Wunscheinkommen in heutiger Kaufkraft und deine Lücke in den Preisen deines Rentenjahres.
Zwei Haken solltest du kennen. Erstens ist die Hochrechnung brutto: Von einer gesetzlichen Rente gehen noch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ab, bei vielen Ruheständlern grob 11 bis 12 Prozent, und je nach Höhe auch Einkommensteuer. Wer netto denken will, zieht von dem Wert aus der Renteninformation vor dem Eintragen etwa ein Zehntel ab – oder lässt ihn stehen und hält das Ergebnis bewusst für optimistisch. Zweitens setzt die Hochrechnung eine lückenlose Weiterarbeit voraus. Elternzeiten, Teilzeitphasen, Selbstständigkeit ohne Pflichtbeiträge oder ein Sabbatjahr drücken den echten Wert unter die Hochrechnung. Die Formel dahinter ist übrigens kein Geheimnis: Entgeltpunkte mal Zugangsfaktor mal Rentenwert. Für 2026 gilt ein Rentenwert von 42,52 Euro ab dem 1. Juli; wer ein Jahr lang genau das vorläufige Durchschnittsentgelt von 51.944 Euro verdient, sammelt einen vollen Entgeltpunkt. Mehr dazu steht in unserem Rentenpunkte-Rechner.
Ein früherer Rentenstart verändert deine erwartete Rente übrigens gleich doppelt: Du zahlst weniger Jahre ein und bekommst obendrauf einen Abschlag von 0,3 Prozent für jeden Monat, den du vor deiner Regelaltersgrenze startest – bei vier Jahren also dauerhaft 14,4 Prozent weniger. Wenn du oben mit einem Eintrittsalter unter 67 spielst, senke deshalb auch den Wert im Rentenfeld, sonst rechnest du dir die Lücke kleiner, als sie ist.
Warum macht die Inflation aus 900 Euro eine 1.536-Euro-Lücke?
Weil dein Bedarf mit den Preisen wächst, deine Planung aber oft in heutigen Zahlen stecken bleibt. 900 Euro Lücke klingen mit 40 nach einem Problem, das sich irgendwie lösen wird. In den Preisen des Jahres, in dem Anna 67 wird, sind es 1.536,20 Euro jeden Monat – bei 2 Prozent Inflation über 27 Jahre. Bei 3 Prozent Inflation wären es schon 1.999,16 Euro, und die nötige Sparrate stiege von 449,70 auf 600,45 Euro. Das ist keine Panikmache, sondern Zinseszins mit umgekehrtem Vorzeichen.
Daraus folgen drei praktische Dinge:
- Dein Wunscheinkommen musst du in heutiger Kaufkraft denken, nicht in einer Zahl, die 2053 auf deinem Kontoauszug stehen soll. Genau so fragt der Rechner es ab.
- Bargeld verliert gegen die Lücke. Wer seine Altersvorsorge komplett auf dem Tagesgeld parkt, dessen Rendite-Annahme gehört oben eher auf 1 bis 2 Prozent – und sieht dann ehrlich, was das für die Sparrate bedeutet.
- Zeit schlägt Rate. Eine 30-Jährige mit 1.100 Euro Lücke braucht nach dieser Rechnung 405,76 Euro im Monat; Anna braucht für 900 Euro Lücke schon 449,70 Euro, weil ihr sieben Jahre Zinseszins fehlen. Anfangen ist wichtiger als der perfekte Betrag.
Übrigens: Auch im Ruhestand arbeitet dein Kapital in dieser Rechnung weiter. Der Rechner nimmt an, dass das angesparte Vermögen während der Bezugsdauer mit demselben Satz angelegt bleibt und du monatlich entnimmst. Stellst du die Rendite auf 0, zeigt er dir die konservative Variante: die reine Summe aller Monatslücken ohne jeden Zinsertrag.
Welche Rentenbezugsdauer solltest du einstellen – 20, 25 oder 30 Jahre?
Diese eine Zahl entscheidet, ob dein Plan zu deinem Leben passt oder nur zu einer Statistik. Wer mit 67 in Rente geht und 20 Jahre einstellt, plant bis 87. Das ist für viele zu kurz gegriffen: Ein heute 65-jähriges Paar hat gute Chancen, dass mindestens einer von beiden 90 oder älter wird. Unterschätzt du die Dauer, ist dein Kapital irgendwann aufgebraucht, während deine Ausgaben weiterlaufen – und zwar genau in dem Alter, in dem du kaum noch gegensteuern kannst.
So kannst du dich herantasten:
- 25 Jahre (bis 92) ist für die meisten Alleinstehenden ein vernünftiger Standard, wenn keine besonderen Risiken oder Wünsche dazukommen.
- 30 Jahre (bis 97) passt, wenn in deiner Familie viele alt geworden sind, du für einen Partner mitplanst oder du dir bewusst einen Sicherheitspuffer kaufen willst.
- Weniger als 20 Jahre ist nur dann ehrlich, wenn gesundheitliche Gründe dafür sprechen – nicht, weil die Sparrate dann hübscher aussieht.
Teuer wird ein langes Leben in dieser Rechnung übrigens weniger, als viele erwarten: Weil dein Kapital im Ruhestand weiter Rendite bringt, kostet jedes zusätzliche Bezugsjahr weniger als ein volles Jahr Lücke. Bei Anna würden fünf Jahre mehr oder weniger die nötige Sparrate spürbar, aber nicht dramatisch bewegen. Die Dauer großzügig zu wählen ist deshalb eine der billigsten Sicherheitsentscheidungen in der ganzen Planung – direkt nach dem frühen Anfangen.
Was der Rechner bewusst nicht tut: Er verspricht dir kein Produkt und keine Rendite. Er zeigt dir nur, was deine eigenen Annahmen bedeuten. Änderst du Inflation, Rendite oder Dauer, ändert sich das Ergebnis – und genau dieses Hin und Her ist der eigentliche Wert, weil du siehst, welche Annahme deine Zukunft am stärksten bewegt.
Formel
Luecke heute = max(0; Wunschrente - gesetzliche Rente - sonstige Vorsorge)
Luecke bei Beginn = Luecke heute x (1 + Inflation)^Jahre bis Rente
Kapital bei Beginn = Luecke bei Beginn x (1 - (1 + Rendite/12)^(-12 x Bezugsdauer)) / (Rendite/12)
(bei Rendite = 0: Luecke bei Beginn x 12 x Bezugsdauer)
Vermoegen bei Beginn = vorhandenes Vermoegen x (1 + Rendite/12)^(12 x Jahre bis Rente)
Fehlbetrag = max(0; Kapital bei Beginn - Vermoegen bei Beginn)
Sparrate pro Monat = Fehlbetrag x (Rendite/12) / ((1 + Rendite/12)^(12 x Jahre bis Rente) - 1)
(bei Rendite = 0: Fehlbetrag / Monate bis Rente)
Variablen: Die Wunschrente und alle Einkünfte werden in heutiger Kaufkraft eingegeben. Die Inflation rechnet die monatliche Lücke auf die Preise des Rentenbeginns hoch. Das benötigte Kapital ist der Barwert aller monatlichen Lücken-Zahlungen über die Rentenbezugsdauer – also der Betrag, der bei Rentenbeginn auf dem Konto liegen muss, damit du dir die Lücke Monat für Monat selbst auszahlen kannst, während der Rest weiter Rendite bringt. Die Sparrate ist die konstante monatliche Zahlung, die den Fehlbetrag bis zum Rentenbeginn mit Zinseszins ansammelt. Steuern auf Renten und Kapitalerträge, schwankende Renditen und Pflegekosten bildet das Modell nicht ab; es ist eine Planungsrechnung mit deinen Annahmen, keine Prognose.
So ist dieser Rechner entstanden
Dieser Rechner ist entstanden, weil fast jede Renteninformation eine Zahl zeigt, aber fast niemand daraus die eine Frage beantwortet bekommt: Wie viel muss ich ab heute im Monat zurücklegen? Er verbindet deshalb die Lücke aus deiner Renteninformation direkt mit Inflation, Zinseszins und Bezugsdauer – mit jeder Annahme offen einstellbar, statt eine einzige scheinbar exakte Antwort zu behaupten.
Häufig gestellte Fragen
Wie berechne ich meine Rentenlücke mit 30 Jahren, 2.600 € Wunschrente und 1.500 € erwarteter Rente?
Schritt für Schritt mit den Voreinstellungen dieses Rechners (67 als Eintrittsalter, keine sonstige Vorsorge, 5.000 € Startkapital, 2 % Inflation, 4 % Rendite, 25 Jahre Bezugsdauer): Deine Lücke heute beträgt 2.600 − 1.500 = 1.100 € im Monat. Bis zu deinem Rentenbeginn in 37 Jahren wächst sie mit der Inflation auf 2.288,75 €. Dafür brauchst du bei Rentenbeginn 433.610,05 € Kapital; deine 5.000 € werden bis dahin 21.910,74 € wert sein. Es fehlen 411.699,32 € – das ergibt eine Sparrate von 405,76 € im Monat. Trage oben genau diese Werte ein, der Rechner zeigt dir dieselben Zwischenschritte.
Wie viel weniger muss ich sparen, wenn ich erst mit 67 statt mit 63 in Rente gehe?
Ein Beispiel mit 45 Jahren, 2.400 € Wunscheinkommen und 150 € sonstiger Vorsorge: Startest du mit 63, hast du nur 18 Jahre Sparzeit und musst bei deiner erwarteten Rente den Abschlag einrechnen – mit 1.350 € statt 1.550 € angenommen beträgt deine Lücke 900 € und die nötige Sparrate 641,61 € im Monat. Startest du mit 67, sinkt die Lücke auf 700 € (2.400 − 1.550 − 150), du hast 22 Jahre Zeit, und die Sparrate fällt auf 371,56 €. Vier Jahre später bringen in diesem Beispiel also rund 270 € weniger Sparrate im Monat – weil mehr Beiträge, kein Abschlag und mehr Zinseszins zusammenkommen.
Was passiert mit meiner Sparrate, wenn die Inflation bei 3 statt 2 Prozent liegt?
Sie steigt deutlich, und unser Artikelbeispiel zeigt es konkret: Anna (40, Lücke heute 900 €, Rentenbeginn in 27 Jahren) braucht bei 2 % Inflation eine Lücke von 1.536,20 € im Monat ihres Rentenbeginns und eine Sparrate von 449,70 €. Bei 3 % Inflation wächst dieselbe Lücke auf 1.999,16 €, das nötige Kapital steigt von 291.036,49 € auf 378.745,85 € und die Sparrate auf 600,45 € – also rund 151 € mehr im Monat, nur für einen Prozentpunkt mehr Teuerung. Deshalb lohnt es sich, oben einmal bewusst mit 3 % zu rechnen: Hält dein Plan auch das aus, ist er robust.
Welchen Wert aus meiner Renteninformation trage ich in den Rechner ein?
Die Hochrechnung – also den Betrag, der dir zeigt, was du ungefähr bekommst, wenn du bis zur Regelaltersgrenze weiter ungefähr so verdienst wie in den letzten fünf Jahren. Nicht den bisher erreichten Anspruch (das ist nur deine Untergrenze ohne jeden weiteren Beitrag) und nicht den Wert für eine Erwerbsminderungsrente. Beachte zwei Dinge: Die Hochrechnung ist brutto, vor Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung (grob 11 bis 12 %) und vor Steuer – für eine Netto-Betrachtung ziehst du vor dem Eintragen etwa ein Zehntel ab. Und sie setzt lückenloses Weiterarbeiten voraus; Teilzeit- oder Elternphasen drücken den echten Wert darunter.
Sind 70 bis 80 Prozent des letzten Nettogehalts als Wunschrente realistisch?
Als Startwert ja, als Naturgesetz nein. Im Ruhestand fallen einige Posten weg: keine Renten- und Arbeitslosenbeiträge mehr, oft keine Rate fürs Eigenheim, keine Kosten für den Arbeitsweg. Andere steigen: mehr Zeit für Reisen und Hobbys, höhere Gesundheitsausgaben, weiterhin volle Miete. Wer im Ruhestand mietfrei wohnt, kommt häufig mit 60 bis 70 % aus; wer weiter Miete in einer teuren Stadt zahlt und viel vorhat, liegt eher bei 85 %. Rechne oben einfach beide Varianten durch – der Unterschied in der Sparrate zeigt dir, wie viel Lebensstil du dir mit welchem Betrag kaufst.
Warum zeigt der Rechner ein benötigtes Kapital, statt nur meine monatliche Lücke zu nennen?
Weil die monatliche Lücke allein nicht sagt, ob du sie schließen kannst. Erst die Kapitalzahl macht sie mit deinem Vermögen vergleichbar: Annas 900 € Monatslücke bedeuten 291.036,49 € nötiges Kapital bei Rentenbeginn – dagegen stehen ihre bis dahin auf 29.393,96 € gewachsenen 10.000 €. Aus dieser Differenz von 261.642,54 € und deiner restlichen Sparzeit ergibt sich deine Sparrate. Außerdem schützt dich die Kapitalbetrachtung vor einem Denkfehler: Eine Lücke über 25 Jahre ist nicht einfach Lücke mal 300 Monate, weil dein Geld im Ruhestand nach unserer Annahme weiter Rendite bringt.
Welche Rendite soll ich einstellen – 2, 4 oder 7 Prozent?
Die, zu der deine Art zu sparen ehrlich passt. Für Tages- und Festgeld sind langfristig eher 1 bis 3 % realistisch; 4 % ist eine vorsichtige Mitte für einen gemischten Sparplan; 6 bis 7 % setzen einen hohen Aktienanteil über Jahrzehnte voraus – historisch vorgekommen, aber nie garantiert und mit schwankenden Zwischenständen. Sinnvoll ist ein Stresstest: Rechne einmal mit deiner Wunschrendite und einmal mit 2 Prozentpunkten weniger. Bleibt die Sparrate auch dann tragbar, hängt dein Plan nicht an einer einzigen optimistischen Annahme. Steuern auf Kapitalerträge sind in dieser Rechnung nicht enthalten.
Ersetzt dieser Rechner eine Rentenberatung oder meine Renteninformation?
Nein, und er will es auch nicht. Er ist eine Planungsrechnung mit deinen Annahmen: Er berechnet keine Entgeltpunkte, prüft keine Wartezeiten und kennt weder deinen Versicherungsverlauf noch deine Steuer- und Krankenversicherungssituation im Alter. Verbindlich sind deine Renteninformation und eine Auskunft der Deutschen Rentenversicherung; für die Frage, mit welchem Produkt du deine Lücke schließt, sind unabhängige Beratung und Verbraucherzentralen die richtige Adresse. Nutze den Rechner, um deine Größenordnung zu kennen, bevor du über Produkte sprichst – dann weißt du, ob du über 100 oder 500 € im Monat redest.
Quellen
Erstellt von

Ähnliche Rechner aus derselben Kategorie
Priorisiert nach ähnlichen Begriffen im Titel, sonst nach Relevanz innerhalb der Kategorie.
Ehrenamtspauschale-Rechner 2026
Berechne, wie viel deiner ehrenamtlichen Aufwandsentschädigung steuerfrei bleibt.
Dienstwagen-Rechner 2026
1-%-Regel oder Fahrtenbuch: Berechne den geldwerten Vorteil deines Dienstwagens – inklusive E-Auto-Regeln 2026.
Abfindungs-Steuer-Rechner 2026: Steuer auf die Abfindung berechnen
Abfindung versteuern mit der Fünftelregelung nach § 34 EStG: Steuer mit und ohne Ermäßigung, Ersparnis, Negativfall und Splitting – kostenlos.
Steuerklassen-Rechner für Ehepaare 2026
III/V, IV/IV oder Faktorverfahren? Vergleiche alle Steuerklassen-Kombinationen für Ehepaare – kostenlos.
Tagesgeld-Zins-Rechner 2026
Aktionszins und Basiszins in einer Rechnung: Berechne deine Tagesgeldzinsen mit Zinseszins, Steuer und Freistellungsauftrag.
Arbeitgeber-Lohnkosten-Rechner 2026
Berechne, was ein Mitarbeiter deinen Betrieb wirklich kostet – mit allen Arbeitgeberanteilen, Umlagen und Stundenkosten.