Zuletzt aktualisiert: 16. Oktober 2026

Bruchrechner

Brüche addieren, subtrahieren, multiplizieren und dividieren – mit Rechenweg, automatischem Kürzen und Dezimalzahl.

Erstellt von Dr. Sarah Hoffmann

Der Bruchrechner addiert, subtrahiert, multipliziert und dividiert zwei Brüche – inklusive gemischter Zahlen wie 1 1/2. Du gibst pro Bruch die ganze Zahl, den Zähler und den Nenner ein und wählst die Rechenoperation. Der Rechner wandelt gemischte Zahlen in unechte Brüche um, rechnet mit dem Hauptnenner und kürzt das Ergebnis automatisch mit dem größten gemeinsamen Teiler. Dazu zeigt er den kompletten Rechenweg Schritt für Schritt, das Ergebnis als gemischte Zahl, als Dezimalzahl und in Prozent. Ideal für Hausaufgaben, die Vorbereitung auf Klassenarbeiten und alle, die Bruchrechnung sicher beherrschen wollen.

So verwendest du diesen Rechner

Gib zunächst deine Werte in die Felder Ganze Zahl (Bruch 1), Zähler (Bruch 1), Nenner (Bruch 1), Rechenoperation, Ganze Zahl (Bruch 2), Zähler (Bruch 2), Nenner (Bruch 2) ein. Prüfe Einheiten und Zahlenformat im deutschen Stil. Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert und kann zusätzlich über die Schaltfläche berechnet werden. Nutze die Ausgabe als Orientierung und vergleiche sie bei Bedarf mit weiteren Quellen.

So funktioniert der Bruchrechner

  1. Ganze Zahl (Bruch 1), Zähler (Bruch 1) und Nenner (Bruch 1): Gib den ersten Bruch ein. Für 1 1/2 trägst du bei der ganzen Zahl 1, beim Zähler 1 und beim Nenner 2 ein. Für einen echten Bruch wie 3/4 lässt du die ganze Zahl einfach auf 0 stehen.
  2. Rechenoperation: Wähle, ob du addieren, subtrahieren, multiplizieren oder dividieren willst.
  3. Ganze Zahl (Bruch 2), Zähler (Bruch 2) und Nenner (Bruch 2): Gib den zweiten Bruch nach demselben Muster ein.
  4. Lies das Ergebnis ab: als gekürzten Bruch, als gemischte Zahl, als Dezimalzahl und in Prozent. Darunter steht der komplette Rechenweg – jeder Schritt mit den konkreten Zahlen deiner Aufgabe. Die Nenner sind auf 1 bis 12 begrenzt, das deckt den kompletten Schulstoff ab.

Durchgerechnetes Beispiel

Eine 38-jährige Mutter aus Hamburg übt mit ihrer Tochter für die Mathearbeit: 1 1/2 + 2 1/3.

  • Eingaben: Ganze Zahl (Bruch 1) = 1, Zähler (Bruch 1) = 1, Nenner (Bruch 1) = 2; Rechenoperation = Addieren; Ganze Zahl (Bruch 2) = 2, Zähler (Bruch 2) = 1, Nenner (Bruch 2) = 3.
  • Der Rechner wandelt in unechte Brüche um: 1 1/2 = 3/2 und 2 1/3 = 7/3.
  • Hauptnenner von 2 und 3 ist 6. Erweitern: 3/2 = 9/6 und 7/3 = 14/6.
  • Addieren: 9/6 + 14/6 = 23/6.
  • Kürzen: Der ggT von 23 und 6 ist 1 – der Bruch ist bereits vollständig gekürzt.
  • Ergebnis: 23/6, als gemischte Zahl 3 5/6, als Dezimalzahl 3,8333, in Prozent 383,33 %.

Warum ist 1/2 + 1/3 nicht 2/5?

Weil das der häufigste Denkfehler in der Bruchrechnung ist – und er sieht auf den ersten Blick sogar plausibel aus: Zähler plus Zähler, Nenner plus Nenner. Das Problem: Ein Bruch ist ein Anteil. 1/2 ist ein halbes Pizzastück, 1/3 ein Drittel. Zusammen sind das deutlich mehr als ein halbes Stück – aber 2/5 sind weniger als die Hälfte. Das Ergebnis kann also nicht stimmen.

Richtig geht es nur über den Hauptnenner. Der kleinste gemeinsame Nenner von 2 und 3 ist 6: 1/2 = 3/6 und 1/3 = 2/6. Jetzt haben beide Brüche gleich große Stücke, und du darfst die Zähler addieren: 3/6 + 2/6 = 5/6. Der Nenner bleibt stehen, weil sich die Stückgröße nicht ändert – du zählst nur, wie viele Stücke es insgesamt sind.

Merksatz: Gleiche Nenner addieren Zähler, ungleiche Nenner brauchen erst den Hauptnenner. Der Rechner oben zeigt dir bei jeder Addition genau diesen Weg: unechte Brüche, Hauptnenner, erweitern, addieren, kürzen.

Wie kürzt man einen Bruch richtig?

Kürzen heißt: Zähler und Nenner durch dieselbe Zahl teilen, bis es nicht mehr geht. Der Bruch wird kürzer geschrieben, behält aber exakt denselben Wert – 6/8 und 3/4 beschreiben dieselbe Menge, nur 3/4 ist die kürzeste Schreibweise.

Der Schlüssel ist der größte gemeinsame Teiler (ggT): die größte Zahl, die in Zähler und Nenner passt. Bei 6/8 ist das die 2: 6 ÷ 2 = 3 und 8 ÷ 2 = 4, also 3/4. Bei 12/18 ist der ggT 6: 12 ÷ 6 = 2 und 18 ÷ 6 = 3, also 2/3. Bei 18/12 ist der ggT ebenfalls 6: 18 ÷ 6 = 3 und 12 ÷ 6 = 2, also 3/2.

Für den ggT nutzt der Rechner den euklidischen Algorithmus – ein Verfahren, das Euklid vor über 2.300 Jahren beschrieben hat: Teile die größere Zahl durch die kleinere, nimm den Rest und wiederhole das, bis der Rest 0 ist. Die letzte Zahl ungleich 0 ist der ggT. Bei 12 und 18: 18 ÷ 12 = 1 Rest 6, dann 12 ÷ 6 = 2 Rest 0 – der ggT ist 6. Die einzelnen Schritte siehst du unter dem Ergebnis als „Euklid-Algorithmus".

Wann braucht man Bruchrechnung im Alltag?

Überall dort, wo Anteile im Spiel sind. Beim Kochen: Ein Rezept für 4 Personen soll für 6 reichen – alle Mengen werden mit 6/4 = 1 1/2 multipliziert. Aus 2/3 Tasse Mehl wird 2/3 × 3/2 = 1 Tasse. Beim Heimwerken: Eine 2,50 m lange Leiste wird in 3 gleiche Teile gesägt – jedes Teil misst 2,50 ÷ 3 = 5/6 m, also etwa 0,833 m. Beim Einkaufen: 1/3 Rabatt auf 90 Euro sind 90 × 1/3 = 30 Euro Nachlass.

Auch in der Schule bleibt die Bruchrechnung wichtig, lange nachdem sie eingeführt wurde. In der Mittelstufe steckt sie im Satz des Pythagoras, wo Zwischenergebnisse häufig Brüche sind. In der Oberstufe taucht sie in der Kurvendiskussion wieder auf – etwa wenn du die Nullstellen einer Funktion bestimmst oder Flächen unter Kurven berechnest. Und wer den Zinseszins wirklich verstehen will, rechnet mit dem Wachstumsfaktor (1 + p/100): einem Bruch in Reinform. Beim Sparplan wiederum ist die Monatsrate ein Bruchteil des Jahresbeitrags.

Brüche, Dezimalzahlen und Prozent sind dabei nur drei Schreibweisen für dasselbe: 3/4 = 0,75 = 75 %. Der Rechner zeigt dir zu jedem Ergebnis alle drei – und wenn du umgekehrt wissen willst, wie viel Prozent ein Anteil vom Ganzen ist, hilft dir der Prozentrechner weiter.

Formel

Addition:       a/b + c/d = (a·kgV/b + c·kgV/d) / kgV
Subtraktion:    a/b − c/d = (a·kgV/b − c·kgV/d) / kgV
Multiplikation: a/b × c/d = (a·c) / (b·d)
Division:       a/b ÷ c/d = (a·d) / (b·c)
Kürzen:         (Zähler ÷ ggT) / (Nenner ÷ ggT)
  • a, c: die unechten Zähler (ganze Zahl × Nenner + Zähler)
  • b, d: die Nenner (1 bis 12)
  • kgV: das kleinste gemeinsame Vielfache von b und d (der Hauptnenner)
  • ggT: der größte gemeinsame Teiler von Zähler und Nenner des Ergebnisses

Gemischte Zahlen werden zuerst umgewandelt: 2 1/3 = (2 × 3 + 1)/3 = 7/3. Bei der Division wird mit dem Kehrwert multipliziert: Durch 2/7 teilen heißt mit 7/2 malnehmen. Zum Schluss wird immer gekürzt – ein Ergebnis wie 18/12 gibt der Rechner als 3/2 aus.

So ist dieser Rechner entstanden

Dieser Rechner ist entstanden, weil die meisten Bruchrechner im Netz nur das Ergebnis ausspucken, aber niemandem erklären, wie man dorthin kommt. Deshalb zeigt er jeden Schritt: von den unechten Brüchen über den Hauptnenner bis zum Kürzen mit dem euklidischen Algorithmus. So eignet er sich nicht nur zum Nachrechnen, sondern auch zum Verstehen.

Häufig gestellte Fragen

Wie addiere ich 1/4 und 2/3?

Über den Hauptnenner: Das kgV von 4 und 3 ist 12. Erweitern: 1/4 = 3/12 und 2/3 = 8/12. Dann die Zähler addieren: 3/12 + 8/12 = 11/12. Der ggT von 11 und 12 ist 1, also ist 11/12 bereits vollständig gekürzt – als Dezimalzahl 0,9167.

Wie multipliziert man zwei Brüche?

Ganz einfach: Zähler mal Zähler, Nenner mal Nenner. Beispiel: 2/5 × 3/7 = (2 × 3)/(5 × 7) = 6/35. Danach kürzen – hier ist der ggT von 6 und 35 gleich 1, also bleibt 6/35. Anders als beim Addieren brauchst du keinen Hauptnenner.

Was ist eine gemischte Zahl und wie wandle ich sie um?

Eine gemischte Zahl wie 1 1/2 besteht aus einer ganzen Zahl und einem Bruch. Umwandeln in einen unechten Bruch: ganze Zahl mal Nenner plus Zähler, geteilt durch den Nenner. Also 1 1/2 = (1 × 2 + 1)/2 = 3/2. Umgekehrt: 7/3 = 2 Rest 1, also 2 1/3.

Warum darf man beim Addieren nicht einfach die Nenner addieren?

Weil der Nenner die Stückgröße beschreibt. 1/2 + 1/3 sind nicht 2/5 – das wäre weniger als die Hälfte, obwohl schon 1/2 allein die Hälfte ist. Du musst erst beide Brüche auf gleich große Stücke bringen (Hauptnenner 6): 3/6 + 2/6 = 5/6. Erst dann darfst du die Zähler addieren.

Wie dividiert man durch einen Bruch?

Man multipliziert mit dem Kehrwert: Der zweite Bruch wird umgedreht. Beispiel: 3/5 ÷ 2/7 = 3/5 × 7/2 = 21/10 = 2 1/10. Durch 0 teilen geht nicht – wenn der zweite Bruch 0 ist, zeigt der Rechner eine entsprechende Meldung.

Was bedeutet es, einen Bruch zu kürzen?

Kürzen heißt, Zähler und Nenner durch ihren größten gemeinsamen Teiler (ggT) zu teilen. Beispiel: Bei 6/8 ist der ggT 2, also 6/8 = 3/4. Der Wert bleibt exakt gleich, nur die Schreibweise wird kürzer. Der Rechner kürzt jedes Ergebnis automatisch.

Kann das Ergebnis einer Bruchrechnung negativ sein?

Ja, zum Beispiel bei der Subtraktion: 1/4 − 1/2 = 1/4 − 2/4 = −1/4. Der Rechner stellt das Minuszeichen vor den Bruch. Als Dezimalzahl sind das −0,25, in Prozent −25 %.

Erstellt von

Dr. Sarah Hoffmann
Dr. Sarah Hoffmann

Dr. rer. nat. Ernährungswissenschaften, Universität Hohenheim

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