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Mathematik

Integralrechner

Bestimmte und unbestimmte Integrale online berechnen – mit Stammfunktion, Grenzen und Schrittlogik

Der Integralrechner unterstützt dich bei typischen Integralen aus Schule, Studium und Weiterbildung. Du wählst Funktionstyp, Parameter und optional Integrationsgrenzen und erhältst Stammfunktion-Werte sowie bestimmte Integrale nach dem Hauptsatz der Analysis.

Erstellt von Dr. Sarah HoffmannGeprüft von Dr.-Ing. Felix HartmannZuletzt aktualisiert: 24. April 2026

So verwendest du diesen Rechner

Gib zunächst deine Werte in die Felder Integraltyp, Funktion f(x), Variable, Faktor a, Parameter b, Exponent n, x-Wert (für F(x)), Untere Grenze a, Obere Grenze b ein. Prüfe Einheiten und Zahlenformat im deutschen Stil. Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert und kann zusätzlich über die Schaltfläche berechnet werden. Nutze die Ausgabe als Orientierung und vergleiche sie bei Bedarf mit weiteren Quellen.

Hintergrund & Berechnung

Integraldefinition: bestimmtes vs. unbestimmtes Integral

Ein Integral beschreibt in der Analysis zwei eng verwandte, aber unterschiedliche Konzepte: das unbestimmte Integral und das bestimmte Integral. Das unbestimmte Integral liefert eine Familie von Stammfunktionen, also Funktionen, deren Ableitung wieder die Ausgangsfunktion ist. Das bestimmte Integral berechnet dagegen einen konkreten Zahlenwert zwischen zwei Grenzen und wird häufig als orientierter Flächeninhalt interpretiert.

Beim unbestimmten Integral schreibt man typischerweise:

∫ f(x) dx = F(x) + C

Dabei ist F'(x) = f(x), und C ist die Integrationskonstante. Genau diese Konstante zeigt, dass es nicht nur eine einzige Lösung gibt, sondern unendlich viele, die sich nur um eine additive Konstante unterscheiden.

Beim bestimmten Integral verwendet man Grenzen a und b:

∫[a bis b] f(x) dx

Das Ergebnis ist dann eine Zahl. Geometrisch entspricht diese Zahl bei vielen Funktionen dem Flächeninhalt zwischen Funktionsgraph und x-Achse, wobei Bereiche unter der Achse negativ zählen. Deshalb kann ein bestimmtes Integral auch 0 sein, obwohl geometrisch Fläche vorhanden ist.

Berechnungsregeln: Standard-Integrationsformeln

Der Integralrechner basiert auf zentralen Standardregeln, die in Schule und Grundstudium besonders häufig vorkommen. Wichtig sind insbesondere Potenzfunktionen, Exponentialfunktionen, trigonometrische Funktionen und der Spezialfall 1/x.

Die wichtigsten Formeln lauten:

  1. Potenzregel (für n ≠ -1): ∫ x^n dx = x^(n+1)/(n+1)

  2. Exponentialfunktion: ∫ e^x dx = e^x

allgemeiner mit Parametern a und b: ∫ a·e^(b·x) dx = (a/b)·e^(b·x), sofern b ≠ 0

  1. Trigonometrie: ∫ sin(x) dx = -cos(x)

allgemeiner: ∫ a·sin(b·x) dx = -(a/b)·cos(b·x), sofern b ≠ 0

  1. Logarithmusfall: ∫ 1/x dx = ln|x|

allgemeiner: ∫ a/x dx = a·ln|x|

Der Rechner nutzt für bestimmte Integrale den Hauptsatz der Analysis:

∫[a bis b] f(x) dx = F(b) - F(a)

Damit wird aus der Stammfunktion sofort ein numerischer Grenzwert berechnet.

Rechnerbedienung: Funktion, Variable und Grenzen eingeben

Die Bedienung ist bewusst kompakt, damit du schnell von der Aufgabe zum Ergebnis kommst. Du wählst zuerst den Modus „unbestimmt“ oder „bestimmt“. Danach legst du den Funktionstyp fest, etwa Potenzfunktion, Exponentialfunktion, Sinusfunktion oder 1/x. Über die Parameter kannst du typische Varianten wie a·x^n, a·e^(b·x) oder a·sin(b·x) abbilden.

Für den unbestimmten Modus setzt du einen x-Wert ein, um den Wert der Stammfunktion F(x) an einer konkreten Stelle zu erhalten. Für den bestimmten Modus gibst du zusätzlich untere und obere Grenze an. Der Integralrechner berechnet dann automatisch F(b) − F(a).

Die Variable (z. B. x) ist im Standardfall bereits passend vorbelegt. Bei vielen Schulaufgaben bleibt die Variable ohnehin x; mathematisch wäre genauso t oder u möglich, solange die Struktur konsistent ist.

Durch diese Schrittfolge eignet sich der Rechner gut für Hausaufgabenkontrolle, Klausurvorbereitung und schnelle Plausibilitätschecks während des Lernens.

Beispiele: Integrale schnell und nachvollziehbar lösen

Beispiel 1 (unbestimmt, Potenzregel): f(x) = 3x^2

∫ 3x^2 dx = 3 · x^3/3 = x^3 + C

Wenn du im Rechner x = 2 einsetzt, erhältst du F(2) = 8.

Beispiel 2 (bestimmt, Exponentialfunktion): f(x) = 2e^x, Grenzen 0 bis 1

Stammfunktion: F(x) = 2e^x

Bestimmtes Integral: F(1) - F(0) = 2e - 2

Numerisch ist das ungefähr 3,4366.

Beispiel 3 (bestimmt, Sinus): f(x) = sin(x), Grenzen 0 bis π

Stammfunktion: F(x) = -cos(x)

Integral: F(π) - F(0) = -cos(π) - (-cos(0)) = 1 - (-1) = 2

Beispiel 4 (unbestimmt, 1/x): f(x) = 1/x

∫ 1/x dx = ln|x| + C

Für x = 5 ergibt sich F(5) = ln(5).

Für wen ist der Integralrechner sinnvoll?

Der Integralrechner ist besonders hilfreich für Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe, Studierende in Mathematik, Ingenieurwissenschaften und Naturwissenschaften sowie für Lernende in Weiterbildung oder Prüfungsvorbereitung. Wenn du Rechenschritte nachvollziehen willst, statt nur Endwerte zu sehen, ist ein strukturierter Online-Rechner ideal.

Wichtig bleibt: Ein Rechner ersetzt nicht das mathematische Verständnis. Er hilft dir aber, Fehlerquellen zu reduzieren und sicherer mit Integrationsregeln umzugehen.

Praktische Tipps für bessere Integrations-Ergebnisse

  1. Prüfe zuerst den Funktionstyp. Viele Fehler entstehen, weil eine Funktion falsch eingeordnet wird.

  2. Achte bei der Potenzregel auf n = -1. Dann gilt nicht die Standard-Potenzregel, sondern der Logarithmusfall ln|x|.

  3. Vergiss bei unbestimmten Integralen die Konstante C nicht.

  4. Setze bei bestimmten Integralen sauber F(b) − F(a) ein, nicht umgekehrt.

  5. Beachte Definitionsbereiche, besonders bei 1/x und ln|x| nahe x = 0.

  6. Nutze den Rechner als Kontrollwerkzeug nach eigener Rechnung, nicht nur als „Antwortgenerator“.

Fazit

Der Integralrechner macht typische Integrationsaufgaben schneller, klarer und verlässlicher. Du kannst unbestimmte Integrale über Stammfunktionen einordnen und bestimmte Integrale mit Grenzen direkt numerisch berechnen. Durch Standardregeln wie Potenzregel, Exponential- und Sinus-Integration sowie den Spezialfall 1/x deckt das Tool viele klassische Aufgabenformate ab.

Gerade für Lernkontexte ist die Kombination aus Formelverständnis und direkter Ergebnisprüfung wertvoll. Für fortgeschrittene Spezialfälle bleibt die manuelle Herleitung wichtig, im Alltag von Schule und Studium ist der Integralrechner jedoch ein starker Begleiter.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Stammfunktion?

Eine Stammfunktion F zu einer Funktion f erfüllt F'(x) = f(x). Das unbestimmte Integral beschreibt die Menge aller Stammfunktionen und wird als F(x) + C notiert, wobei C eine beliebige Konstante ist.

Wie unterscheidet sich ein bestimmtes vom unbestimmten Integral?

Das unbestimmte Integral liefert eine Funktionsfamilie (Stammfunktion plus Konstante). Das bestimmte Integral zwischen zwei Grenzen liefert einen konkreten Zahlenwert und wird über F(b) − F(a) berechnet.

Wie integriert man eine Wurzel, zum Beispiel √x?

Schreibe √x als x^(1/2). Dann gilt die Potenzregel: ∫x^(1/2) dx = x^(3/2)/(3/2) = (2/3)x^(3/2) + C. Allgemein muss bei Potenzen nur der Spezialfall n = -1 getrennt behandelt werden.

Warum ist ∫1/x dx nicht gleich x^0/0?

Bei n = -1 versagt die normale Potenzregel, weil im Nenner n+1 = 0 stünde. Deshalb gilt als eigener Spezialfall ∫1/x dx = ln|x| + C.

Kann ein bestimmtes Integral negativ sein?

Ja. Liegt der Funktionswert auf einem Intervall überwiegend unter der x-Achse, wird das Integral negativ. Das bestimmte Integral ist ein orientierter Flächeninhalt, nicht immer ein geometrisch positiver Flächenwert.

Taschenrechner oder Online-Integralrechner – was ist besser?

Ein wissenschaftlicher Taschenrechner ist gut für numerische Näherungen, viele Geräte liefern aber keine saubere Symbolik. Ein Online-Integralrechner ist für Lernzwecke oft besser, weil er Formeln, Grenzwerte und Zwischenschritte transparenter macht.

Quellen

  • Grundregeln der Integralrechnung (Potenzregel, Exponential- und trigonometrische Integrale)
  • Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung
  • Standardformel: ∫1/x dx = ln|x|

Erstellt von

Dr. Sarah Hoffmann
Dr. Sarah Hoffmann

Dr. rer. nat. Ernährungswissenschaften, Universität Hohenheim

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