Zuletzt aktualisiert: 09. Oktober 2026
Frührenten-Vergleich 2026
Früh, regulär oder spät in Rente? Vergleiche Abschlag, Vorsprung und Break-even-Alter – kostenlos.
Mit dem Frührenten-Vergleich 2026 siehst du in Sekunden, ob sich ein früher Rentenbeginn mit Abschlägen für dich rechnet – oder ob Warten bis zur Regelgrenze mehr Geld bringt. Du trägst deine Monatsrente ohne Abschlag ein, wählst, wie viele Monate du früher oder später starten willst, und der Rechner zeigt dir Abschlag, Rentenvorsprung und das Break-even-Alter, ab dem die höhere Rente den Vorsprung aufholt. Kostenlos und ohne Anmeldung.
So verwendest du diesen Rechner
Gib zunächst deine Werte in die Felder Monatsrente bei Beginn zur Regelaltersgrenze (brutto, ohne Abschlag), Monate früher in Rente (0–48), Monate später in Rente – Aufschub (0–60), Deine Regelaltersgrenze (Jahre), Angenommene Lebenserwartung (Jahre) ein. Prüfe Einheiten und Zahlenformat im deutschen Stil. Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert und kann zusätzlich über die Schaltfläche berechnet werden. Nutze die Ausgabe als Orientierung und vergleiche sie bei Bedarf mit weiteren Quellen.
So funktioniert der Frührenten-Vergleich 2026
Der Rechner vergleicht drei Wege mit derselben Ausgangsrente, damit du den reinen Preiseffekt des Zeitpunkts siehst. Steuern, Beiträge und deine fehlenden Beitragsjahre blendet er bewusst aus – dazu steht weiter unten, wie du sie einordnest.
- Monatsrente bei Beginn zur Regelaltersgrenze (brutto, ohne Abschlag): Das ist deine Rente, wenn du exakt zur Regelgrenze startest. Du findest eine Hochrechnung in deiner Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung. Stand 2026 gilt: Aktueller Rentenwert – beträgt – 42,52 Euro je Entgeltpunkt seit dem 1. Juli 2026. Vorläufiges Durchschnittsentgelt 2026 – beträgt – 51.944 Euro pro Jahr. Beitragsbemessungsgrenze 2026 – liegt bei – 101.400 Euro pro Jahr.
- Monate früher in Rente (0–48): Wie viele Monate vor der Regelgrenze du starten willst. Jeder Monat früher – kostet – 0,3 Prozent Abschlag nach Paragraf 77 SGB VI, und zwar lebenslang. 48 Monate sind das Maximum bei der Rente ab 63 und ergeben 14,4 Prozent.
- Monate später in Rente – Aufschub (0–60): Wie viele Monate du über die Regelgrenze hinaus wartest. Jeder Aufschub-Monat – bringt – 0,5 Prozent Zuschlag nach Paragraf 77 SGB VI, ebenfalls lebenslang. Ein Jahr Aufschub sind plus 6 Prozent.
- Deine Regelaltersgrenze (Jahre): Für Jahrgänge ab 1964 – beträgt – 67 Jahre nach Paragraf 35 und 235 SGB VI. Deinen exakten Beginn-Monat zeigt dir der Rentenbeginn-Rechner.
- Angenommene Lebenserwartung (Jahre): Bis zu diesem Alter summiert der Rechner alle Monatsrenten. Rechne ruhig mit 80, 85 und 90 – du siehst sofort, wie stark das Ergebnis an dieser einen Annahme hängt.
Deine wichtigsten Ergebnisse:
- Dauerhafter Abschlag der Frührente und Dauerhafter Zuschlag bei Aufschub in Prozent
- Monatsrente bei frühem Beginn (brutto) und Monatsrente bei spätem Beginn (brutto): deine drei Monatsbeträge im direkten Vergleich
- Rentenvorsprung der Frührente bis zur Regelgrenze: so viel hast du schon auf dem Konto, bevor die Regelrente überhaupt startet
- Break-even-Alter: Ab hier liegt die Regelrente insgesamt vorn: das Alter, ab dem sich Warten in Summe ausgezahlt hat
- Rentensumme der Frührente bis zur Lebenserwartung, Rentensumme der Regelrente bis zur Lebenserwartung und Rentensumme der aufgeschobenen Rente bis zur Lebenserwartung: die ehrliche Gesamtrechnung statt nur Monatsbeträge
Durchgerechnetes Beispiel
Petra, 58, Angestellte aus Leipzig, Jahrgang 1968, plant mit einer Rente ohne Abschlag von 1.800 Euro zur Regelgrenze 67. Sie überlegt, drei Jahre früher zu starten, und will auch wissen, was ein Jahr Aufschub bis 68 bringen würde. Als Lebenserwartung stellt sie 85 ein.
- Eingaben: Monatsrente bei Beginn zur Regelaltersgrenze = 1.800 €, Monate früher in Rente = 36, Monate später in Rente = 12, Regelaltersgrenze = 67, Lebenserwartung = 85
- Abschlag: 36 × 0,3 % = 10,8 %. Ihre Frührente beträgt damit 1.605,60 € im Monat statt 1.800 Euro.
- Zuschlag bei Aufschub: 12 × 0,5 % = 6 %. Ihre späte Rente beträgt 1.908,00 € im Monat.
- Vorsprung der Frührente bis 67: 1.605,60 € × 36 Monate = 57.801,60 €. So viel fließt, bevor die Regelrente startet.
- Break-even: Die Regelrente ist monatlich 194,40 Euro höher. Den Vorsprung holt sie nach 297,3 Monaten auf – das Break-even-Alter liegt bei 91,8 Jahren.
- Summen bis 85: Frührente 404.611,20 €, Regelrente 388.800,00 €, aufgeschobene Rente 389.232,00 €. Bis 85 liegt Petra mit dem Frühstart also 15.811,20 € vorn, der Aufschub holt seinen Rückstand erst mit 83,7 Jahren auf.
Die Lehre aus Petras Zahlen ist kein Freibrief für den Frühstart. Sie gilt nur, solange die 1.800 Euro in allen drei Varianten dieselbe Ausgangsrente sind. In Wirklichkeit sammelt Petra in den drei fehlenden Arbeitsjahren keine neuen Punkte – ihre echte Frührente liegt also unter 1.605,60 Euro, und das Break-even-Alter rutscht nach vorn. Genau deshalb gehört zu Petras nächster Rechnung der Rentenpunkte-Rechner.
Ab welchem Alter liegt die Regelrente vorn?
Die Regelrente liegt vorn, sobald die Summe ihrer höheren Monatsbeträge den Vorsprung der Frührente aufgezehrt hat – und dieses Alter liegt fast immer jenseits der 90. Der Grund ist einfache Arithmetik: Ein Jahr früher bedeutet 12 zusätzliche Monatsrenten, aber nur 3,6 Prozent weniger pro Monat für den Rest des Lebens.
Ein konkretes EAV-Gerüst für deine Einordnung, Stand 2026:
- Abschlag pro Monat vorzeitig – beträgt – 0,3 Prozent nach Paragraf 77 SGB VI
- Abschlag pro Jahr vorzeitig – beträgt – 3,6 Prozent
- Maximaler Abschlag – beträgt – 14,4 Prozent bei 48 Monaten
- Zuschlag pro Monat Aufschub – beträgt – 0,5 Prozent nach Paragraf 77 SGB VI
- Zuschlag pro Jahr Aufschub – beträgt – 6,0 Prozent
Bei 1.500 Euro Ausgangsrente und einem Jahr Vorziehung bekommst du 1.446 Euro, also 54 Euro weniger im Monat, hast aber bis zur Regelgrenze schon 17.352 Euro erhalten. Die 54 Euro Differenz brauchen 321 Monate, um 17.352 Euro aufzuholen. Erst mit 93,8 Jahren kippt die Summe zugunsten der Regelrente. Bei vier Jahren Vorziehung (1.284 Euro, Vorsprung 61.632 Euro, Differenz 216 Euro) liegt der Kipppunkt bei 90,8 Jahren. Lebst du kürzer als der Kipppunkt, hast du mit der Frührente in Summe mehr erhalten. Lebst du länger, war Warten die bessere Summe – aber eben nur die Summe. Ob du die frühen Jahre für Gesundheit, Familie oder weniger Arbeitsdruck nutzen willst, steht in keiner Formel.
Für den Aufschub gilt die Spiegelrechnung: Ein Jahr später kostet dich 12 Monatsrenten Wartezeit und bringt 6 Prozent mehr für immer. Bei 1.800 Euro sind das 108 Euro plus im Monat gegen 21.600 Euro entgangene Rente im Wartejahr. Aufgeholt ist das erst nach 200 Monaten, also mit 83,7 Jahren. Wer zusätzlich weiterarbeitet, sammelt in dem Jahr noch rund einen Entgeltpunkt – das verkürzt die Aufholzeit spürbar, ist hier aber bewusst nicht eingerechnet.
Was kostet ein Jahr früher – und was bringt ein Jahr später?
Ein Jahr früher kostet dich dauerhaft 3,6 Prozent Monatsrente, ein Jahr später bringt dir dauerhaft 6 Prozent – der Aufschub ist pro Monat also fast doppelt so stark bepreist wie der Abschlag. Trotzdem ist später nicht automatisch besser, weil du im Wartejahr gar keine Rente erhältst.
Die folgende Übersicht nutzt dieselbe Ausgangsrente von 1.500 Euro zur Regelgrenze 67, Stand 2026:
- 12 Monate früher: 1.446,00 € im Monat, Vorsprung 17.352 €, Break-even 93,8 Jahre
- 24 Monate früher: 1.392,00 € im Monat, Vorsprung 33.408 €, Break-even 92,8 Jahre
- 36 Monate früher: 1.338,00 € im Monat, Vorsprung 48.168 €, Break-even 91,8 Jahre
- 48 Monate früher: 1.284,00 € im Monat, Vorsprung 61.632 €, Break-even 90,8 Jahre
- 12 Monate später: 1.590,00 € im Monat, Break-even des Aufschubs 83,7 Jahre
Zwei Feinheiten, die in fast jeder Faustformel fehlen: Erstens bleibt der Abschlag auch nach Erreichen der Regelgrenze bestehen und mindert jede spätere Rentenerhöhung mit, weil Erhöhungen prozentual auf die bereits gekürzte Rente wirken. Zweitens kannst du den Abschlag seit dem 50. Geburtstag durch freiwillige Ausgleichszahlungen an die Rentenversicherung ganz oder teilweise zurückkaufen, wenn du die Voraussetzungen für eine vorgezogene Rente erfüllst – der Preis dafür hängt von Rentenhöhe und Abschlag ab und muss per besonderer Rentenauskunft erfragt werden. Ob sich das lohnt, hängt an Lebenserwartung und Steuersatz im Zahlungsjahr.
Wenn du wissen willst, wie groß deine Versorgungslücke trotz Frühstart bleibt, rechne danach mit dem Rentenlücken-Rechner weiter. Und weil von der Bruttorente noch Beiträge und Steuer abgehen, lohnt sich danach der Blick in den Rentensteuer-Rechner und den Kirchensteuer-Rechner.
Warum ist diese Rechnung trotzdem nur die halbe Wahrheit?
Weil drei Effekte deine echte Entscheidung stärker bewegen als der reine Abschlag – und ein guter Vergleich muss sie beim Namen nennen, statt sie zu verstecken.
- Fehlende Entgeltpunkte: Hörst du drei Jahre früher auf zu arbeiten, fehlen dir bei Durchschnittsverdienst rund drei Entgeltpunkte. Drei Entgeltpunkte – entsprechen – 127,56 Euro Monatsrente bei 42,52 Euro Rentenwert. Deine echte Frührente ist also nicht nur um 10,8 Prozent gekürzt, sie startet von einer niedrigeren Basis. Arbeitest du dagegen trotz Rentenbezugs weiter – seit 2023 ohne Hinzuverdienstgrenze bei Altersrenten –, baust du weiter Punkte auf, die ab der Regelgrenze abschlagsfrei dazukommen.
- Beiträge und Steuern: Von jeder Bruttorente gehen Kranken- und Pflegeversicherung ab, und je nach Rentenbeginn-Jahr ist ein wachsender Anteil steuerpflichtig. Für den Kohortenvergleich kürzen sich gleiche Sätze zwar weitgehend heraus, aber wer früh startet, versteuert oft in anderen Jahren und mit anderem Gesamteinkommen. Den Nettoeffekt schätzt du mit dem Rentensteuer-Rechner und für den Lohnsteuer-Anteil mit dem Soli-Rechner ab.
- Rentenanpassungen und Inflation: Der Rechner rechnet mit konstanten Monatsbeträgen. Steigen die Renten, steigen alle drei Varianten prozentual mit – das Verhältnis und das Break-even-Alter in Jahren bleiben dadurch fast gleich, die Euro-Summen werden aber nominal größer. Für Kaufkraftvergleiche ist die konstante Rechnung ehrlicher als eine Scheinpräzision mit erfundener Dynamik.
Unterm Strich heißt das: Nutze das Break-even-Alter als Kompass, nicht als Urteil. Liegt es bei 92 und du planst realistisch mit 85, spricht die Summe für den Frühstart. Liegt deine Familiengesundheit bei 95 und du arbeitest gern, spricht sie fürs Warten. Die Entscheidung wird erst falsch, wenn du nur auf den Monatsbetrag starrst – genau dafür ist dieser Vergleich gebaut.
Formel
Abschlag A in Prozent: A = Monate_früher × 0,3 %
Zuschlag Z in Prozent: Z = Monate_später × 0,5 %
Monatsrente früh: R_früh = R_Regel × (1 − A / 100)
Monatsrente spät: R_spät = R_Regel × (1 + Z / 100)
Vorsprung bis Regelgrenze: V = R_früh × Monate_früher
Monatsvorteil Regelrente: D = R_Regel − R_früh
Monate bis Break-even: M = V / D (0, wenn D = 0)
Break-even-Alter: Regelalter + M / 12
Summe früh bis Lebensende: S_früh = R_früh × ((Lebenserwartung − Regelalter) × 12 + Monate_früher)
Summe Regel bis Lebensende: S_Regel = R_Regel × ((Lebenserwartung − Regelalter) × 12)
Summe spät bis Lebensende: S_spät = R_spät × ((Lebenserwartung − Regelalter) × 12 − Monate_später)
Variablen: R_Regel ist deine Monatsrente ohne Abschlag zur Regelgrenze in Euro, brutto. Alle Summen sind Bruttosummen ohne Rentenanpassung, ohne Steuern und ohne Sozialbeiträge. Negative Bezugsdauern werden auf null begrenzt. Die Sätze 0,3 und 0,5 Prozent stehen in Paragraf 77 SGB VI, Stand 2026.
So ist dieser Rechner entstanden
Dieser Rechner ist entstanden, weil fast jede Frührenten-Frage nur auf den gekürzten Monatsbetrag schaut und den Rentenvorsprung der frühen Jahre unterschlägt – dadurch wirkt der Abschlag teurer, als die Lebenssumme ihn ausweist. Er stellt deshalb Früh-, Regel- und Spätrente mit Break-even-Alter und Gesamtsummen nebeneinander, nennt aber offen, dass fehlende Beitragsjahre, Beiträge und Steuern nicht eingerechnet sind und die echte Frührente deshalb niedriger ausfallen kann.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist der Abschlag, wenn ich 3 Jahre früher in Rente gehe?
10,8 Prozent, lebenslang. Rechnung nach Paragraf 77 SGB VI, Stand 2026: 36 Monate × 0,3 Prozent = 10,8 Prozent. Aus 1.800 Euro Rente ohne Abschlag werden 1.800 × (1 − 0,108) = 1.605,60 Euro im Monat. Der Abschlag bleibt auch nach Erreichen der Regelgrenze bestehen und mindert jede spätere Erhöhung mit.
Wie berechne ich mein Break-even-Alter bei 1.500 Euro Rente und 1 Jahr früher?
In drei Schritten: 1) Frührente = 1.500 × (1 − 3,6 %) = 1.446 Euro. 2) Vorsprung = 1.446 × 12 = 17.352 Euro, die du vor der Regelgrenze schon erhältst. 3) Monatsvorteil der Regelrente = 54 Euro. 17.352 / 54 = 321,3 Monate = 26,8 Jahre nach Regelbeginn. Bei Regelgrenze 67 liegt dein Break-even-Alter damit bei 93,8 Jahren.
Was bringt mir 1 Jahr Aufschub über die Regelgrenze hinaus?
6 Prozent mehr Monatsrente für immer, plus mögliche weitere Entgeltpunkte aus Arbeit. Rechnung: 12 Monate × 0,5 Prozent nach Paragraf 77 SGB VI = 6 Prozent. Aus 1.800 Euro werden 1.908 Euro, also 108 Euro mehr im Monat. Dafür verzichtest du im Wartejahr auf 21.600 Euro Rente – aufgeholt ist das rechnerisch erst nach 200 Monaten, also mit etwa 83,7 Jahren, weitere Punkte aus Weiterarbeit verkürzen diese Zeit.
Wie viel Rente bekomme ich mit 63 statt 67 bei 2.000 Euro Ausgangsrente?
1.712 Euro im Monat vor Beiträgen und Steuer. Rechnung: 48 Monate früher = 48 × 0,3 % = 14,4 % Abschlag, das ist der Maximalwert. 2.000 × (1 − 0,144) = 1.712 Euro. Bis zur Regelgrenze hast du dann schon 82.176 Euro erhalten, die Regelrente holt diesen Vorsprung erst mit etwa 90,8 Jahren wieder auf, wenn du bis dahin lebst.
Wer darf überhaupt vor der Regelgrenze mit Abschlägen starten?
Vor allem Versicherte mit mindestens 35 Versicherungsjahren über die Altersrente für langjährig Versicherte, frühestens mit 63 Jahren. Mit 45 Jahren gibt es die abschlagsfreie Variante für besonders langjährig Versicherte, mit Schwerbehinderung ab GdB 50 eine eigene Rentenart mit maximal 10,8 Prozent Abschlag. Welche Daten dir offenstehen, zeigt der Rentenbeginn-Rechner mit deinem Geburtsjahr – die Wartezeit allein reicht nicht, es zählt auch dein Jahrgang.
Sind die Summen in diesem Rechner brutto oder netto?
Brutto, Stand 2026, ohne Rentenanpassung. Von jeder Monatsrente gehen noch der Eigenanteil zur Krankenversicherung, die Pflegeversicherung und je nach Beginnjahr Einkommensteuer ab. Für den Variantenvergleich kürzt sich ein gleicher Prozentsatz weitgehend heraus, für deine Haushaltsplanung musst du aber netto denken. Schätze den Steueranteil mit dem Rentensteuer-Rechner ab und plane einen Puffer für Beiträge ein.
Kann ich den Abschlag wieder ausgleichen?
Ja, ab dem 50. Geburtstag kannst du auf Antrag eine besondere Rentenauskunft erhalten und die errechnete Minderung durch freiwillige Zahlungen ganz oder teilweise ausgleichen, wenn du die Voraussetzungen für eine vorgezogene Rente erfüllst. Ob sich das lohnt, hängt von Lebenserwartung und deinem Steuersatz im Zahlungsjahr ab, weil die Zahlungen als Sonderausgaben zählen können. Die genaue Summe steht nur in der Auskunft der Rentenversicherung, nicht in diesem Rechner.
Warum ist meine echte Frührente niedriger als hier angezeigt?
Weil dieser Vergleich bewusst mit derselben Ausgangsrente rechnet, um nur den Abschlagseffekt zu isolieren. Hörst du früher auf zu arbeiten, fehlen dir zusätzlich Entgeltpunkte aus den nicht gearbeiteten Jahren – bei Durchschnittsverdienst rund ein Punkt pro Jahr, also 42,52 Euro Monatsrente je fehlendem Jahr (Stand 1. Juli 2026). Deine echte Frührente liegt deshalb unter dem hier gezeigten Wert. Wenn du trotz Rente weiterarbeitest, gilt seit 2023 keine Hinzuverdienstgrenze mehr, und neue Punkte kommen ab der Regelgrenze dazu.
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