Zuletzt aktualisiert: 17. Oktober 2026

Primfaktorzerlegung-Rechner

Zerlegt jede Zahl von 2 bis 10.000 in Primfaktoren – mit allen Divisionsschritten zum Nachvollziehen.

Erstellt von Dr. Sarah Hoffmann

Basierend auf 2 Quellen

Die Primfaktorzerlegung zerlegt eine natürliche Zahl in ihre kleinsten Bausteine: Primzahlen, die miteinander multipliziert wieder die Ausgangszahl ergeben. Dieser kostenlose Primfaktorzerlegung-Rechner nimmt dir die Fleißarbeit ab: Du gibst eine ganze Zahl zwischen 2 und 10.000 ein, und er zeigt dir sofort die vollständige Zerlegung – zum Beispiel 360 = 2³ × 3² × 5. Dazu liefert er den kompletten Rechenweg mit allen Divisionsschritten, die Anzahl der Teiler, die Teilersumme, die eulersche Phi-Funktion und einen ehrlichen Primzahltest. Ideal für Hausaufgaben, Klausurvorbereitung und alle, die Zahlentheorie wirklich verstehen wollen.

So verwendest du diesen Rechner

Gib zunächst deine Werte in die Felder Zahl ein. Prüfe Einheiten und Zahlenformat im deutschen Stil. Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert und kann zusätzlich über die Schaltfläche berechnet werden. Nutze die Ausgabe als Orientierung und vergleiche sie bei Bedarf mit weiteren Quellen.

So funktioniert der Primfaktorzerlegung-Rechner

  1. Gib im Feld Zahl eine ganze Zahl zwischen 2 und 10.000 ein (voreingestellt ist 360).
  2. Das Feld Primfaktorzerlegung zeigt sofort das Ergebnis, zum Beispiel 360 = 2³ × 3² × 5.
  3. Unter Rechenweg (alle Divisionsschritte) siehst du jede einzelne Division: 360 : 2 = 180, 180 : 2 = 90 und so weiter bis zum Rest 1.
  4. Die Felder Anzahl der Primfaktoren (mit Vielfachheit), Anzahl verschiedener Primfaktoren, Kleinster Primfaktor und Größter Primfaktor fassen die Zerlegung in Kennzahlen zusammen.
  5. Für Fortgeschrittene berechnet der Rechner Anzahl der Teiler (tau), Summe aller Teiler (sigma) und die Eulersche Phi-Funktion (phi).
  6. Ist eine Primzahl verrät dir mit einer 1, ob deine Eingabe prim ist. Rest zeigt, was nach allen Divisionen übrig bleibt – ist er größer als 1, ist er selbst eine Primzahl (warum das garantiert stimmt, steht in der Formel-Sektion). Probe bestanden multipliziert zur Kontrolle alle Faktoren wieder zur Eingabe zurück.

Durchgerechnetes Beispiel: Lena, 16, aus Leipzig, sitzt an ihren Mathe-Hausaufgaben: „Zerlege 360 in Primfaktoren." Sie tippt 360 in das Feld Zahl. Der Rechner antwortet: Primfaktorzerlegung = 360 = 2³ × 3² × 5. Der Rechenweg listet: 360 : 2 = 180, 180 : 2 = 90, 90 : 2 = 45, 45 : 3 = 15, 15 : 3 = 5, 5 : 5 = 1. Außerdem lernt Lena: 360 steckt aus 6 Primfaktoren mit Vielfachheit zusammen, hat aber nur 3 verschiedene (2, 3 und 5). Die Anzahl der Teiler (tau) beträgt 24, die Teilersumme (sigma) 1.170, und die eulersche Phi-Funktion liefert 96 – also sind 96 der Zahlen von 1 bis 360 teilerfremd zu 360. Das entspricht 26,7 Prozent, wie du mit dem Prozentrechner schnell nachprüfen kannst.

Was ist eine Primfaktorzerlegung überhaupt?

Die Primfaktorzerlegung beantwortet eine simple Frage: Aus welchen Primzahlen ist meine Zahl gebaut? Eine Primzahl ist eine natürliche Zahl größer als 1, die nur durch 1 und sich selbst teilbar ist – 2, 3, 5, 7, 11, 13 und so weiter. Jede zusammengesetzte Zahl lässt sich als Produkt solcher Primzahlen schreiben, zum Beispiel 12 = 2² × 3 oder 100 = 2² × 5².

Der Clou dabei: Diese Zerlegung ist eindeutig. Der Fundamentalsatz der Arithmetik besagt, dass jede natürliche Zahl größer als 1 genau eine Primfaktorzerlegung besitzt – bis auf die Reihenfolge der Faktoren. 360 ist immer 2³ × 3² × 5, niemals etwas anderes. Genau diese Eindeutigkeit macht Primfaktoren so mächtig: Wer die Zerlegungen zweier Zahlen kennt, kennt sofort ihren größten gemeinsamen Teiler und ihr kleinstes gemeinsames Vielfaches. Beim Brüche kürzen steckt exakt dieses Prinzip dahinter.

Wie zerlege ich eine Zahl Schritt für Schritt in Primfaktoren?

Du brauchst nur Division und Geduld – plus die Teilbarkeitsregeln als Abkürzung:

  • Durch 2 teilbar: wenn die letzte Ziffer gerade ist (0, 2, 4, 6, 8).
  • Durch 3 teilbar: wenn die Quersumme durch 3 teilbar ist (Beispiel 72: 7 + 2 = 9).
  • Durch 5 teilbar: wenn die letzte Ziffer 0 oder 5 ist.
  • Durch 9 teilbar: wenn die Quersumme durch 9 teilbar ist.
  • Durch 10 teilbar: wenn die letzte Ziffer 0 ist.

Das Verfahren selbst: Nimm die kleinste Primzahl, durch die deine Zahl teilbar ist, dividiere – und wiederhole das mit dem Ergebnis, bis nur noch 1 übrig ist. Beispiel 72: 72 : 2 = 36, 36 : 2 = 18, 18 : 2 = 9, 9 : 3 = 3, 3 : 3 = 1. Also 72 = 2³ × 3². Genau diese Kette zeigt dir der Rechner im Feld Rechenweg automatisch an, Schritt für Schritt.

Praktischer Trick für größere Zahlen: Teste die Primzahlen der Reihe nach – 2, 3, 5, 7, 11 … Sobald du bei einer Primzahl p ankommst, deren Quadrat größer als der aktuelle Rest ist, bist du fertig: Der Rest ist dann selbst prim. Welche Zahlen überhaupt prim sind, verrät das Sieb des Eratosthenes: Streiche aus der Zahlenreihe alle Vielfachen von 2, dann von 3, dann von 5 – was übrig bleibt, sind Primzahlen. Übrigens: Dieselbe Zerlegung brauchst du auch, wenn du Wurzeln teilweise ziehen willst – aus 72 = 2³ × 3² wird nämlich √72 = 6√2.

Wozu braucht man die Primfaktorzerlegung?

Zu mehr, als man auf den ersten Blick denkt:

  • Brüche kürzen, ggT und kgV bestimmen: Der größte gemeinsame Teiler zweier Zahlen steckt in ihren gemeinsamen Primfaktoren: 12 = 2² × 3 und 18 = 2 × 3² teilen sich 2 × 3, also ist ggT(12, 18) = 6. Für das kleinste gemeinsame Vielfache nimmst du von jedem Primfaktor die höchste vorkommende Potenz: kgV(12, 18) = 2² × 3² = 36.
  • Verschlüsselung verstehen: Moderne Verfahren wie RSA beruhen darauf, dass es extrem schwer ist, sehr große Zahlen mit Hunderten von Stellen in Primfaktoren zu zerlegen – während das Multiplizieren der Faktoren kinderleicht ist. Diese Einweg-Eigenschaft schützt unter anderem deine Online-Überweisungen.
  • Klausuren und Tests bestehen: Die Primfaktorzerlegung ist Standardstoff ab Klasse 5/6 und taucht bis zum Abitur immer wieder auf – vom Kürzen über Potenzgesetze bis zur Teilbarkeitslehre.
  • Polynome faktorisieren: In der Algebra gilt dasselbe Prinzip für Polynome – auch sie lassen sich in Faktoren zerlegen. Die passenden Nullstellen dazu bestimmt der Nullstellenrechner.
  • Potenzen und Logarithmen verknüpfen: 2^10 = 1.024 heißt umgekehrt gelesen log₂(1.024) = 10. Diesen Zusammenhang zwischen Potenz und Logarithmus kannst du mit dem Logarithmus-Rechner genauer erkunden.
  • Exponentielles Wachstum begreifen: Wer einmal gesehen hat, wie 2^10 = 1.024, 2^20 ≈ 1 Million und 2^30 ≈ 1 Milliarde explodieren, versteht den Zinseszins intuitiv – nachrechnen lässt sich das mit dem Zinseszins-Rechner.

Formel

n = p₁^e₁ × p₂^e₂ × … × pₖ^eₖ

Dabei ist n deine Eingabe, p₁ … pₖ sind Primzahlen und e₁ … eₖ ihre Häufigkeiten (Exponenten). Für 360 gilt: 360 = 2³ × 3² × 5¹. Die Probe multipliziert alles zurück: 8 × 9 × 5 = 360.

Aus den Häufigkeiten folgen drei berühmte Kennzahlen der Zahlentheorie:

  • Teileranzahl: τ(n) = (e₁ + 1) × (e₂ + 1) × … – jeder Primfaktor kann 0- bis e-mal in einem Teiler vorkommen. Für 360: (3 + 1) × (2 + 1) × (1 + 1) = 24.
  • Teilersumme: σ(n) = [(p₁^(e₁+1) − 1) / (p₁ − 1)] × … Für 360: 15 × 13 × 6 = 1.170.
  • Eulersche Phi-Funktion: φ(n) = n × (1 − 1/p₁) × (1 − 1/p₂) × … – sie zählt, wie viele Zahlen von 1 bis n teilerfremd zu n sind. Für 360: 360 × 1/2 × 2/3 × 4/5 = 96.

Warum der Rechner bei 10.000 aufhört – und trotzdem immer exakt ist: Der Rechner teilt durch alle Primzahlen bis 97. Ein Rest größer als 1 muss danach selbst eine Primzahl sein, denn jede zusammengesetzte Zahl bis 10.000 besitzt einen Primfaktor kleiner gleich 97: Wäre der kleinste Primfaktor mindestens 101, wäre die Zahl mindestens 101 × 101 = 10.201 – also größer als das Limit. Beispiel: 9.999 = 3² × 11 × 101 – die 101 bleibt als Rest stehen und ist prim.

So ist dieser Rechner entstanden

Dieser Rechner ist entstanden, weil es zur Primfaktorzerlegung zwar viele englische Tools gibt, aber kaum ein deutsches, das den kompletten Rechenweg Schritt für Schritt offenlegt. Die zweite Motivation war Ehrlichkeit bei den Grenzen: Statt bei großen Zahlen stillschweigend unvollständige Ergebnisse zu liefern, deckt dieser Rechner bewusst nur den Bereich ab, den er mathematisch garantiert exakt zerlegen kann.

Häufig gestellte Fragen

Wie lautet die Primfaktorzerlegung von 72?

72 = 2³ × 3². So rechnest du es mit dem Rechner nach: Gib 72 in das Feld Zahl ein. Der Rechenweg zeigt: 72 : 2 = 36, 36 : 2 = 18, 18 : 2 = 9, 9 : 3 = 3, 3 : 3 = 1. Die Zwei steckt dreimal drin, die Drei zweimal – also 2³ × 3². Die Probe: 8 × 9 = 72.

Ist 101 eine Primzahl?

Ja. Gib 101 in das Feld Zahl ein: Das Ergebnis lautet 101 = 101, das Feld Ist eine Primzahl zeigt 1, und der Rechenweg bleibt leer – denn 101 ist durch keine kleinere Primzahl teilbar. Der Rest 101 ist größer als 1 und damit selbst prim.

Wie viele Teiler hat 360?

24 Teiler. Gib 360 ein und lies das Feld Anzahl der Teiler (tau) ab: (3 + 1) × (2 + 1) × (1 + 1) = 24. Die Teilersumme (sigma) beträgt 1.170. Zum Vergleich: 360 ist stark zusammengesetzt – die meisten Zahlen dieser Größe haben deutlich weniger Teiler.

Warum zerlegt der Rechner nur Zahlen bis 10.000?

Absicht und Ehrlichkeit: Bis 10.000 kann der Rechner per Probedivision durch alle Primzahlen bis 97 mathematisch garantiert jede Zahl vollständig zerlegen – ein Rest ist dann beweisbar selbst prim, denn 101 × 101 = 10.201 ist bereits größer als 10.000. Bei größeren Zahlen bräuchte man deutlich aufwendigere Verfahren; in seinem abgesteckten Bereich liefert dieser Rechner dafür immer exakte, nachprüfbare Ergebnisse.

Was ist der Unterschied zwischen Primfaktorzerlegung und Primzahltest?

Der Primzahltest beantwortet nur Ja oder Nein – ist die Zahl prim? Die Primfaktorzerlegung liefert die komplette Antwort: aus welchen Primfaktoren die Zahl besteht. Dieser Rechner macht beides: Das Feld Primfaktorzerlegung zeigt die Zerlegung, das Feld Ist eine Primzahl den Test.

Was bedeutet die Hochzahl in 2³ × 3²?

Die Hochzahl (der Exponent) sagt, wie oft der Primfaktor vorkommt: 2³ = 2 × 2 × 2 = 8. Das Feld Häufigkeit der Primzahl 2 zeigt dir diesen Wert für jede Primzahl einzeln an – bei 360 steht dort 3.

Kann ich auch die 1, die 0 oder Kommazahlen zerlegen?

Nein – und das ist mathematisch korrekt so: Die 1 ist per Definition weder prim noch zusammengesetzt und besitzt keine Primfaktorzerlegung. Für 0, negative Zahlen und Kommazahlen ist die Zerlegung nicht definiert. Der Rechner meldet in diesen Fällen ehrlich Ungültige Eingabe, statt ein Fantasie-Ergebnis zu erfinden.

Was ist die eulersche Phi-Funktion?

φ(n) zählt, wie viele Zahlen von 1 bis n teilerfremd zu n sind – also keinen gemeinsamen Teiler größer als 1 mit n haben. Für n = 100 sind das 40 Zahlen, für n = 360 sind es 96. Die Phi-Funktion spielt in der Kryptografie eine Hauptrolle, etwa beim RSA-Verfahren.

Quellen

Erstellt von

Dr. Sarah Hoffmann
Dr. Sarah Hoffmann

Dr. rer. nat. Ernährungswissenschaften, Universität Hohenheim

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